(sisch) Heute jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee zum 67. Mal. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar im Jahr 2005 zum internationalen Holocaust-Gedenktag. Anlässlich dessen wird auch im Emsland der Opfer des NS-Terrors gedacht.
So wird heute abend um 18 Uhr im Kutscherhaus des Lingener Emslandmuseums die Ausstellung „Kein Kinderspiel. Spielzeuge und
Lebensumstände jüdischer Kinder in der Nazi-Zeit“ eröffnet.
Auf 15 Stelltafeln werden hier die Lebensgeschichten jüdischer Kinder vor und während des Zweiten Weltkrieges dargestellt. Besondere Ausstellungsstücke sind Spielzeuge wie z.B. ein Teddybär, den der vierjährige Michael Floersheim mitnehmen durfte, als er mit seiner Familie in das niederländische Konzentrationslager Westerborg kam oder „Ghettopoly“, ein dem Monopoly ähnliches Spiel auf Basis des Lagers Theresienstadt. Die Ausstellung wird durch das Forum Juden-Christen und das Emslandmuseum präsentiert und durch ein museumspädagogisches Programm begleitet. Sie kann bis zum 18. März Dienstags bis Sonntags von 14.30 bis 17.30 Uhr besucht werden.
Der Stadtjugendring und das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Lingen rufen am morgigen Samstag (28. Januar) zu einer Mahnwache gegen Rechtsextremismus auf.
Um 18 Uhr soll vor dem historischen Rathaus ein “Ort der Stille” entstehen. Damit wollen die Initiatoren nicht nur erinnern, sondern angesichts der Taten der Zwickauer Terrorzelle auf den gegenwärtigen Rechtsextremismus in Deutschland aufmerksam machen und ein Zeichen gegen Gewalt und menschenverachtende Gesinnungen setzen.
Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm unter dem Motto “Buntes Bündnis gegen Braun” bietet die Volkshochschule Papenburg vom 9. bis 11. Februar Interessierten aller Altersklassen die Möglichkeit, sich über die Gefahr von Rechts zu informieren, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen und sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren.
Neben einer Fahrt zur Gedenkstätte Esterwegen, Fachgesprächen zu den Themen „Mädelsache – Mädchen, Frauen und Mütter in der rechten Szene” und
„Rechtsextremismus und rechte Netzwerke in Westdeutschland – unterschätzt?“ veranstaltet die VHS am 10. Februar eine Informationsbörse in der BBS Papenburg, die den Besuchern ein umfangreiches Bild über die Aktivitäten vor Ort vermitteln will. Zahlreiche Organisationen wie das Jugendzentrum, Amnesty International, Türkisch-Islamischer Kulturverein Papenburg, Deutsches Rotes Kreuz mit Migrationsberatung und viele mehr stellen hier ihre Arbeit vor. Abends spielt im Rahmen der Fachtage die Band “kleinE” im Jugendzentrum Papenburg.
Für Jugendliche bieten die Theater-Fachfrauen Sigrun Schneider-Kaethner und Helga Freudenthal im CarréPunkt-Zimmer-theater den Workshop „Stark gegen Rechts“ an. Das Resultat wird anschließend öffentlich aufgeführt.
PROGRAMM DER FACHTAGE “BUNTES BÜNDNIS GEGEN BRAUN” IN PAPENBURG:
09.02., 14.30 UHR: Fahrt zur Gedenkstätte Esterwegen (Anmeldung erforderlich unter 04961/922317)
09.02., 19.30 UHR: Fachgespräch mit dem Journalisten Andreas Speit zu seinem Werk „Mädelsache – Mädchen, Frauen und Mütter in der rechten Szene“ (Villa Dieckhaus)
10.02., 16 UHR: Informationsbörse (Forum der BBS)
10.02.. 18.30 UHR: Vortrag von Andreas Speit zum Thema „Rechtsextremismus und rechte Netzwerke in Westdeutschland – unterschätzt?“ (Forum der BBS)
10.02., 21 UHR: kleinE (JZ Papenburg)
11.02., 11 UHR: Theaterworkshop “Stark gegen Rechts” (CarréPunkt-Zimmer-theater)
11.02., 20 UHR: Aufführung “Stark gegen Rechts” (CarréPunkt-Zimmer-theater)
INFO: 04961/922321







