Cameron Diaz und Tom Cruise in der Actionkomödie „Knight & Day"
Ich mag Tom Cruise nicht; kann ihn ehrlich gesagt nicht ausstehen. Seine schwankenden Leistungen als Schauspieler („Krieg der Welten"hier mal als Negativbeispiel) haben damit weit weniger zu tun, als das Bild, das er von sich selbst in der Öffentlichkeit transportiert. Von dem ganzen Scientology-Quatsch wollen wir mal gar nicht erst anfangen.
Ich habe aber eine Schwäche für Cameron Diaz - und erläutere das jetzt nicht genauer.
Diese beiden haben unter der Regie von James Mangold („Walk The Line") einen Film gedreht, der den Titel „Knight And Day" trägt und angesichts ihrer beiden Stars, dem Budget und dem Startzeitpunkt wohl als potenzieller Sommerblockbuster einzusortieren ist.
„Knight & Day" ist Popcorn-Kino. Und als solches auch konzipiert. Da haben sich ein paar Produzenten zusammengetan und sich gedacht: „Mensch, wir müssen ja noch unsern Blockbuster produzieren! Was brauchen wir denn alles? ´ne Menge Action, ein bisschen Slapstick, tolle Drehorte (unbedingt auch Europa, meine Herren! Das ist ein großer Markt und die haben doch immer so tolle Altstädte...) Humor natürlich und Liebe. Und Stars. Ist ja klar." Ordentlich durchgeschüttelt und fertig ist ein Film; zu professionell, um wirklich schlecht zu sein, aber auch lieblos, da man dem Film sein Kalkül in jeder Sekunde ansieht. Einzig Cameron Diaz ist natürlich ein Lichtblick; wobei man meine Meinung hierzu nicht überbewerten sollte. „Männer!" werden die Frauen jetzt sagen und sie haben recht. (Natürlich.)
„Knight & Day" wird seine Kosten reinspielen, aber nächstes Jahr auch vergessen sein und für 7,99 Euro bei amazon verramscht werden; so meine Prognose.
Nils Naber